juni 2007: Bericht van waarnemersdelegatie SOC, Almería 26-29 april

(14 juni 2007) Verslag van Oostenrijkse deelnemers aan internationale waarnemersdelegatie die van 26 tot 29 april 2007 een bezoek bracht aan de Zuidspaanse landarbeidersvakbond SOC.
Internationale BeobachterInnendelegation nach Almeria / Nijar, Andalusien, Spanien im Rahmen der Solidaritätskampagne mit der LandarbeiterInnengewerkschaft SOC
 

Internationale BeobachterInnendelegation nach Almeria / Nijar, Andalusien, Spanien im Rahmen der Solidaritätskampagne mit der LandarbeiterInnengewerkschaft SOC

26. – 29. April 2007

Bericht
Vom 26.- 29. April fuhr eine internationale Delegation mit …. TeilnehmerInnen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich nach Südspanien, in die Gewächshausregion von Almeria. Anlass war die Eröffnung eines zweiten sozialen
Zentrums für migrantische LandarbeiterInnen, betrieben von der andalusischen Basisgewerkschaft SOC (Sindicato de Obrer@s del Campo).

Das Zentrum befindet sich in der Ortschaft San Isidro, im „Campo de Nijar“, wo auf hunderten Hektaren Intensivgemüsebau unter Plastik betrieben wird.

Die Zustände im “Plastikmeer von Almería”, wo der Großteil des Treibhausgemüses für den europäischen Verbrauch während der Wintermonate produziert wird, sind zum Symbol für die moderne Sklaverei in der Intensivlandwirtschaft geworden. Durch die brutalen rassistischen  Ausschreitungen gegen marokkanischen MigrantInnen in El Ejido im Februar 2000 stießen wir vom Europäischen BürgerInnenforum (EBF) auf das Thema.


Seither organisieren wir in Kooperation mit der SOC, die zu jener Zeit in der Region aktiv wurde, eine internationale Solidaritätskampagne, die zum Ziel hat, die MigrantInnen in ihrem Kampf zu unterstützen und die europäische Öffentlichkeit über die Situation der ArbeiterInnen in Almeria zu informieren.

Die SOC legt ihren Arbeitsschwerpunkt auf die Selbstorganisation der migrantischen TagelöhnerInnen in ihrem Kampf gegen Illegalisierung und Ausbeutung. Im Jahr 2004 beschlossen die GewerkschafterInnen, sich prioritär dem Aufbau von Sozialen Zentren im unmittelbaren Lebensumfeld der LandarbeiterInnen zu widmen. Diese Lokale sollen den MigrantInnen als Infrastruktur, Beratungsstellen, Treffpunkte und Versammlungsorte zur Verfügung stehen. Angesichts der ca.
100.000 Beschäftigten im „Plastikmeer“, einer
Fläche
von insgesamt ca. 40.000 ha, die von 16.000 Betrieben bewirtschaftet
werden, stellt dies eine
gewaltige Herausforderung dar, die nur
Schritt für Schritt in Angriff genommen werden kann.

Im
Jahr 2005 konnte ein erstes Soziales Zentrum in der Stadt El Ejido
den Betrieb aufnehmen. Das
Gewerkschaftslokal wurde durch die
europäische Solidaritätskampagne des EBF mit der Hilfe von
zahlreichen Organisationen und privaten SpenderInnen finanziert.
Mittlerweile trägt es sich durch
Mitgliedsbeiträge
weitgehend selbst.

Die
Eröffnungsfeier des SOC-Lokals in El Ejido fand im Dezember 2005
mit internationaler Präsenz –
darunter auch einer Delegation
aus Österreich – statt. Gleichzeitig war sie der Start für
die nächste Etappe
der Kampagne, die den Aufbau eines zweiten
Sozialen Zentrums in San Isidro im Campo de Nijar, etwa 60
km
östlich von El Ejido, ermöglichen sollte und nun erreicht
wurde.

Während
drei Tagen fand parallel zur Eröffnung des sozialen Zentrums
eine Konferenz statt mit dem Titel
„Die industrielle
Landwirtschaft in Andalusien: Ausbeutung der ArbeiterInnen und
Umweltzerstörung. Gibt
es eine Alternative?“ (siehe Programm
s ..).
Der folgende Bericht soll einen kurzen Einblick in die
Debatten der Konferenz und die entwickelten Ansätze
der
gewerkschaftlichen Aktionen geben. Auch wenn hier beiweitem keine
vollständige Wiedergabe der
angesprochenen Inhalte erfolgen
kann, sollen doch wichtige Stränge der Diskussion verständlich
gemacht
werden.


Programm
der Delegation (kurz):

Donnerstag,
26.4.2007

Empfang
der TeilnehmerInnen in Almería, am Nachmittag Exkursion zu
Gewächshäusern und „Chabola-Siedlungen“, den Wohnorten
von ArbeiterInnen

Vorbereitung
auf die Eröffnungsfeier im Lokal

Freitag,
27.4.2007

Besichtigung
von Gewächshäusern eines Biobetriebs in Níjar.

Eröffnung
des Gewerkschaftslokals der SOC in San Isidro. Beginn der Konferenz
(genaues Programm
, siehe am Schluss dieses Berichtes)

Samstag,
28.4.2007

2.
Tag der Konferenz

Besichtigung
des Naturparks „Cabo de gata“

Interkulturelles
Fest im neu eröffneten Sozialen Zentrum

Sonntag,
29.4.2007

Perspektivenplenum
mit den AktivistInnen der europäischen Kampagne und der SOC­
Almeria

Abreise
eines Teils der österreichischen Delegation nach El Coronill in
der Nähe von Sevilla, Besuch der
dortigen SOC-Infrastruktur
(Kooperative „tierra y libertad“, kommunale Gärten und
Wohnbau,
Stadtverwaltung etc.)

Montag,
30.4.2007

Besuch
der SOC-Infrastruktur in und um El Coronill (siehe oben)

Dienstag,
1.5.2007

Rückreise
nach Almeria, Teilnahme an der Demonstration zum 1.Mai in Roquetas
del Mar.

Mittwoch,
2.5.2007

Rückreise
nach Österreich


Die
Eröffnung des Sozialen Zentrums in San Isidro stellt einen
wichtigen Schritt im Prozess der
Selbstorganisierung- und
Ermächtigung der MigrantInnen in der Region im Campo de Nijar
dar. Erfreulicher
Weise kamen zu der Konferenz bzw. zum Fest am
Samstag abend viele ArbeiterInnen, auch solche, die erst
während
der Tage durch Mundpropaganda auf die Existenz der neuen Anaufstelle
aufmerksam geworden
waren.

1.
Berichte von Arbeiter(Innen???)


Generell
ist die Lage der MirgantInnen in der Provinz Almeria nach wie vor
alles andere als einfach. Eine
Reihe von Berichten während der
Konferenz bestätigte auf diese Weise die Dringlichkeit,
kollektive
selbstorganisierte Prozesse in Gang zu bringen.

Ismail
Camara, ein Arbeiter, berichtet: „Es gibt eine Menge Dinge hier,
die für uns sehr schwierig sind. Ich
komme aus Mali, ich lebe
seit 2 1⁄2 Jahren hier.
Als erstes, was die Arbeit betrifft, gibt
es kein Limit. Wir arbeiten in den Gewächshäusern 8 Stunden
für 30
Euro Lohn. Jetzt haben sie zwar auf 33 Euro erhöht,
aber das ist noch immer sehr wenig. Es gibt keine fixen
Löhne.
Ausserdem gibt keinen Respekt im alltäglichen Leben. Der Patron
fragt dich nicht einmal nach
deinem Namen, sondern ruft dich nur
„moreno“ („Dunkelhäutiger“). Wir werden nur nach
unserer
Hautfarbe beurteilt.

Es
kommt auch vor, dass wir weiterarbeiten müssen, auch wenn unser
Arbeitstag schon vorbei ist. Wir
müssen so lange arbeiten, wie
es uns der Patron gerade vorschreibt. Es gibt viele Probleme beim
Umgang
mit chemischen Produkten. Wir erhalten bei der Arbeit keine
Schutzkleidung oder Schutzmasken. Es gibt
viele hier, die krank sind
und die im Krankenhaus nicht versorgt werden. Ich war in Frankreich,
dort werden
auch Sans Papiers versorgt, aber hier ist das anders,
hier kennt man das nicht”.
Ein anderer Arbeiter wirft
ein:
„Wenn du keine Papiere hast, werden sie dich im Spital nicht
behandeln, bis du am Boden liegst und
beinahe stirbst.“

Ein
wichtiger Punkt, der auf der Konferenz immer wieder zur Sprache
kommt, ist der der Unterkünfte. Ismail
darüber: „Wir
haben große Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden. Die
Appartements hier im Dorf
kosten mehr als in Madrid. Das ist
schrecklich. Dort wo ich wohne zahlen wir 800 euro für 4 zimmer
und
eine Toilette. Elektrizität extra, Wasser extra. Oft zahlen
wir allein fürs Wasser 300 Euro für 2 Monate.“
Ein
anderer Arbeiter ergänzt: “Jetzt haben wir es geschafft,
einige Probleme in den Griff zu bekommen. Wir
hatten zuvor in einer
Hütte gewohnt, jetzt haben wir eine Wohnung gemietet, aber wie
Ismail schon gesagt
hat, sind die Wohnungen hier sehr teuer. Als ihr
hierhiergekommen seid, habt ihr sicherlich die Leute am Rand der
Straße gesehen. Ihr habt also
schon gesehen, ohne dass wir
euch das erzählt haben, dass wir hier sehr schlecht leben.“
Und
nochmal zur
Arbeit: „Was die Arbeit betrifft, musst du in den
Plastiktunnel gehen, auch wenn es unglaublich heiß ist, um
dort mit den Pestiziden zu arbeiten. Der Patron selbst, seine Frau
und seine Kinder betreten niemals das
Gewächshaus. Die haben
das nicht notwendig. Um eine Anstellung zu bekommen, haben wir den
Patrons bezahlen müssen! Die Leute sagen uns, dass wir
schmutzig sind. Natürlich sind wir schmutzig, wie kannst du
sauber leben, wenn du keine Wohnung hast und
in einem Verschlag
schlafen musst ohne Elektrizität und Wasser. Du musst erst
arbeiten, um dir Wasser
kaufen zu können, um dich zu waschen!“

Der
lokale Rassismus kommt in verschiedenen Lebensbererichen zum
Ausdruck: „Hier wird uns der Zutritt
zu den Cafes hier im Ort
verwehrt. Einmal hat ein Spanier mit seinen Freunden einen Kollegen
von mir
angegriffen, wir haben die Polizei gerufen, und die haben
gar nichts gemacht.“

Laroussi El Morabiti, Aktivist vom SOC,
ergänzt: „Die Polizei kommt in die chabolas (Verschläge
aus Holz- und Plastikresten, oft an den Rändern der
Gewächshäuser, Anm.) und nimmt Leute fest, um ihre Quote
zu
erfüllen und einen Bericht vorweisen zu können, um also
sagen zu können, in einem Monat haben wir dies
und jenes
gemacht.
Diese chabolas sind gut versteckt, weit weg und auch weit
weg in dem Sinn, als dass niemand eine
Zeugenaussage über diese
Geschehnisse macht. Dort draussen passieren viele Übergriffe und
mit dem
Mangel an Telefonen, an Transportmittel etc. gelingt es
nicht, über die Vorkommnisse zu informieren. Wir
haben schon
Gewaltopfer gehabt. Es gab vor einiger Zeit einen, der fast sein
Augenlicht verloren hat bei
einer Attacke von einem Polizisten. Die
machen das wirklich so, dass sie die Leute mit dem Gesicht zur Wand
stellen, Hände auf die Wand, Beine auseinander, und wenn sich
jemand umdreht, schlagen sie zu. Wenn sie
jemanden nicht ausweisen
können, weil die Person Papiere hat, machen sie einfach eine
Anzeige wegen
Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Momentan kommen
solche Übergriffe nicht so häufig vor, aber die Guardia
Civil macht z.B. folgendes: Sie
kommen in ein Cafe, das von
MarokkanerInnen betrieben wird, schließen die Tür und
kontrollieren die
Papiere von allen Anwesenden. Niemand darf raus.“

Viele
ArbeiterInnen sind von Illegalisierung betroffen, was ihre Lage noch
um einiges prekärer macht. Ismail
Camara: „Bei der Arbeit
kommt es vor, dass der Patron verweigert, dich zu bezahlen. Wenn du
sagst, dass du
die Polizei rufen wirst, fragt er dich „Hast du
überhaupt Papiere?“ Wenn du keine hast, kannst du das gleich
wieder vergessen. Aber mit Hilfe der SOC ist es oft gelungen, den
Lohn einzufordern. Ich habe Leute, denen
das passiert ist, zur SOC
geschickt, sie haben ihr Geld gekriegt. Also ich glaube mit der Hilfe
der SOC
werden wir diese Dinge aufdecken. Wenn wir die
Verantwortlichen Patrons drankriegen, kann sich die
Mentalität
hier Stück für Stück verändern.“

 

Entscheidend
sei also, sich gemeinsam zur Wehr zu setzen. Ismail Camara: „Ich
möchte, dass ihr alle wisst,
dass wir kämpfen, um
gleichgestellt mit den anderen leben zu können. Das ist sehr
schwierig, ich glaube
aber, wir werden langsam voranschreiten. Wir
wollen nicht die gesamte Zeit hier in Spanien damit
verbringen, in
der Landwirtschaft zu arbeiten.
Aus der Bevölkerung gibt es
hier praktisch niemanden, der uns unterstützt, allen ist die
Situation egal. Ich
glaube aber trotzdem, dass sich etwas ändert
kann. Ich arbeite mit der SOC und organisiere mich in der
SOC. Wir
können in diesem Rahmen Lösungen finden, die uns
weiterhelfen. Ich bin auch sehr froh, dass sie
hier das Lokal
eröffnet haben. Das wird uns vieles erleichtern.“

2.
Probleme und Herausforderungen gewerkschaftlicher
Selbstorganisierung

Die
SOC-AktivistInnen (momentan eine Frau und vier Männer) versuchen
bei ihrer Arbeit folgende
Themenkomplexe zu behandeln und zu
intervenieren: Auf betrieblicher Ebene im Fall von Lohnraub,
Nicht-Einhaltung des Kollektivvertrags oder Gesundheitsgefährdung
der ArbeiterInnen durch chemische Produkte,
rechtliche Beratung für
Illegalisierte, Denunzierung von Polizeiübergriffen und
Prozessbeobachtung, Verbesserung der Wohnsituation der MigrantInnen
(„chabolas“)….

Die
AktivistInnen, die zum Teil selbst über mehrere Jahre als
TagelöhnerInnen in Almeria gearbeitet haben, sprechen spanisch,
französisch, arabisch, bambara …., ….. und können somit
einen erheblichen Teil der in
Region anwesenden MigrantInnen
erreichen.

Auf der Ebene der Organisierung hat die SOC nach
wie vor mit dem Problem der starken Fluktuation der
ArbeiterInnenschaft zu kämpfen. Almeria ist eine Region, in der
Durchzugsmigration vorherrscht.

Verständlicher
Weise verlassen viele MigrantInnen das „Plastikmeer“ aufgrund der
miesen Lebens- und
Arbeitsbedingungen, sobald sie Papiere bekommen.

Spitou Mendy, Gewerkschafter im SOC, berichtet, dass in
Gewächshausbetrieben, in denen die SOC
anfänglich Fuß
fassen konnte und Mitglieder oder Delegierte hatte, nach relativ
kurzer Zeit die gesamte
Belegschaft wechselte und ganz von vorne
begonnen werden musste. Laroussi El Morabiti, ebenfalls Aktivist
im
SOC, der vor seiner Ankunft in Spanien vor ca. 7 Jahren in einer
großen Mine in Marokko
gewerkschaftliche aktiv war, betont die
großen Unterschiede zwischen den fordistischen Verhältnissen
dort
und der ungeheuren Fluktuation und Präkarisierung in
Almeria: „In den Minen ist das Kollektiv in Raum und
Zeit
omnipräsent, die Kommunikation funktioniert einfach und schnell.
Die Forderungen und der Kampf sind
kollektiv. Hier in Almeria
herrscht die Zerstreuung und die Mobilität vor, das Problem der
Papiere ist sehr
dominant.“ (Interview in „La Roue – ou la
noria des saisonniers agricoles“, Lamoulere, Herman,
2006
)
.
Insgesamt hat die SOC in der gesamten Region ca. 800
Mitglieder. Frauen sind dabei in der eindeutigen
Minderzahl. Um das
zu ändern, und auch, um eine stabilere gewerkschaftliche Basis
zu haben, wird von der
SOC diskutiert, v.a. in den größeren
Betrieben der vor- und nachgelagerten Industrie aktiv zu werden.
Dort
sind viele ArbeiterInnen fix oder zumindest nicht als
TagelöhnerInnen beschäftigt, der Anteil der Frauen ist
um
ein vielfaches höher. Solche Betriebe, v.a. rund um die
Plastikproduktion und Abpack-Industrie, finden
sich v.a. in und um
El Ejido, ca. 60 km westlich von Nijar. Ein weiterer wichtiger
Schritt, der von der SOC
diskutiert wurde, betrifft die
(Selbst-Organisierung von osteuropäischen Arbeiterinnen. Diese
wurden v.a. ab dem Jahr 2002 aus Polen, Rumänien, der Ukraine
und den baltischen Ländern mit Herkunftsverträgen
angeworben. Damit wurde von den Unternehmen u.a. das Ziel verfolgt,
die ArbeiterInnen nach ethnischen
Gruppen zu spalten und das
Lohnniveau weiter zu drücken. Um dem entgegenzuwirken, wäre
es im Rahmen
der Solidaritätskampagne des EBF beispielsweise
gut vorstellbar, Mittel für die Bezahlung einer aus
Osteuropa
stammenden Arbeiterin zu finden, die ohne Sprachbarrieren auf ihre
Kolleginnen zugehen kann.

Einen
ersten Schritt in diese Richtung gab es im Jahr 2006, als ….
……, eine Arbeiterin ukrainischer Herkunft
aus El Ejido, bei
einem Vernetzungstreffen in Nimes, Frankreich mit dabei war. …..
…… konnte leider nicht
zur Konferenz kommen, da sie an diesem
Wochenende arbeiten musste. Dies zeigt schon die grundsätzliche
Problematik, dass die ArbeiterInnen unter großem ökonomischen
Druck stehen. Erwägungen, auf der Suche
nach besseren
Bedingungen die Region und die Gewerkschaft zu verlassen, kann unter
diesen Umständen
keinem Menschen übel genommen werden.
Perspektivisch wäre es allerdings durchaus im Bereich des
Möglichen, im Rahmen der europäischen Kampagne bspw.
feministische Gruppen anzusprechen, um in etwa
den Lohn für
eine aus Osteuropa stammende Arbeiterin als SOC-Aktivistin zu
finanzieren.

3.
Funktion des Sozialen Zentrums in El Ejido und Pläne für
die Arbeit in Nijar


Das
Soziale Zentrum in El Ejido, das mit Unterstützung durch die
europäische Solidaritätskampagne
aufgebaut werden konnte,
wurde im Dezember 2005 eröffnet. Die laufenden Kosten können
mittlerweile
durch die Mitgliedsbeiträge abgedeckt werden (Der
Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 4 Euro pro Person und
Monat,
also 48 Euro pro Jahr). Ein Gewerkschaftsaktivist, Abdelkader Chacha,
ist drei Mal pro Woche dort
anwesend. Im letzten Jahr wurde eine
Frauengruppe gegründet, die sich regelmäßig im Lokal
getroffen hat.
Diese Gruppe hat sich aber mittlerweile wieder
aufgelöst, nach Berichten der SOC-AktivistInnen v.a. aufgrund
der oben bereits erwähnten prekären Arbeitsverhältnisse.
Schichtarbeit und unregelmäßige
Arbeitszeiten machten
eine Kontinuität unmöglich. Dennoch wird der Ort als
Treffpunkt und Beratungsstelle
genutzt. Überlegt wird nun,
einen laufenden Cafe-Betrieb zu installieren, den ein
Gewerkschaftsmitglied
führen könnte. So wäre es
möglich, die Öffnungszeiten erheblich zu verlängern
(Abdelkader ist zur Hälfte
seiner Arbeitszeit draussen bei den
Arbeits- und Wohnorten).
In San Isidro ist zu erwarten, dass das
neu eröffnete Soziale Zentrum rege frequentiert wird, da sich
in
unmittelbarer Nähe, an der Hauptstraße, ein geläufiger
informeller Treffpunkt der ArbeiterInnen befindet. Die Hauptstrasse
ist der Ort, an dem viele tag täglich darauf warten, dass
UnternehmerInnen mit ihren Autos
oder Lkw’s stehenbleiben und sie
für einen oder mehrere Tage beschäftigen. Wie oben
beschrieben, war
schon in den ersten Tagen nach der Eröffnung
das Interesse an der Konferenz recht groß.

4.
Umweltprobleme in der Region / Allianzen zwischen der SOC und lokalen
Umweltschutzgruppen


Es
erübrigt sich zu sagen, dass die industrielle Produktion von
Gemüse in Almeria nicht ohne den massiven
Raubbau an
natürlichen Ressourcen vonstatten geht. Dennoch sollen hier
einige aktuelle Entwicklungen
angeführt werden.

 

Wasser…..
Berichte auf der Konferenz….

 

Nachdem
Ende 2006 in einer für den Export nach Deutschland bestimmten
Paprika-Lieferung aus Almeria
das verbotene Pestizid „isophenphos
methyl“ gefunden wurde, kam es in der Region zu einer regelrechten
Krise. Bereits im Jänner 2007 wurden bei Lebensmittelkontrollen
in Großbritannien, Finland und Ungarn
ebenfalls Spuren des
genannten Pestizids in almerischen Paprika gefunden. Zusammen
reichten diese Länder
Klage in Brüssel ein, danach wurde
das „isophenphos methyl“ auf die „schwarze Liste“ gesetzt
(??). Im
Februar entdeckten holländische Lebensmittelbehörden
Reste eines anderen verbotenen Gifts in Tomaten, Gurken und
Auberginen aus Almeria. Laut Juan Carlos Perez von Coexphal, der
wichtigsten Erzeuger-Genossenschaft in der Region, ist die Produktion
von Paprika seit Beginn der Krise um 15% gesunken, der
Absatz
derselben gar um 30%. (Die Gesamtproduktion der ca. 16.000 Betriebe
der Region beträgt jährlich
2,8 Millionen Tonnen Obst und
Gemüse im Wert von ca. 1,3 Milliarden Euro. In der Hochsaison
verlassen
täglich ca. 1000 Lkws Almeria auf dem Weg in den
Norden.) Die andalusischen Behörden reagierten auf die
Krise
mit der zwangsweisen Stilllegung von 25 Exportfirmen und ca. 40
Gemüsebetrieben.
Als Lösung schlagen die Verbände
und die Behörden der Region die schrittweise Etablierung der
integrierten
oder biologischen Produktion vor. Zu Beginn des Jahres
2008 soll laut Coexphal die biologisch
bewirtschaftete Fläche
von 1000 auf 6000 ha steigen. Bei geschätzten 40.000 ha im
gesamten „Plastikmeer“
bleibt diese Fläche immer noch
marginal.
Aus der Sicht der SOC und der ArbeiterInnen ist es
wichtig, hinzuzufügen, dass die biologische Produktion
nicht
automatisch eine Respektierung der Rechte der ArbeiterInnen bedeutet.
Auch wenn das gesundheitliche
Risiko bei der Arbeit vermindert wird,
bleiben dennoch die meisten strukturellen Merkmale der industriellen
Produktion unverändert. Der Preisdruck zwingt die ProduzentInnen
auch im Bio-Bereich, radikal Kosten zu
sparen. Dieser Preisdruck
wird an den oft einzigen variablen Faktor im Produktionsprozess
abgewälzt: die
Arbeitskraft.

 

5.
Internationale Perspektiven: Arbeitskämpfe in der industriellen
Landwirtschaft in Frankreich und anderen
Ländern Europas


Beatrice
Mesini, Forscherin am CNRS in Marseille und Nick Bell vom
Europäischen
BürgerInnenforum/Longo Mai Frankreich
stellten in ihren Beiträgen auf der Konferenz die Verbindung
zwischen der Situation in Almeria und der dem Kampf der
südfranzösischen Initiative Cotedras her. (Colectif
pour
la defense des travailleurs saisoniers dans les Bouches du Rhone –
Kollektiv zur Verteidigung der
SaisonarbeiterInnen im Appartement
Bouches du Rhones).

Das
Cotedras besteht seit 2001 und ist ein Zusammenschluss von
LandarbeiterInnengewerkschaften,

Bauerngewerkschaften,
Menschenrechtsorganisationen, und antirassistischen Organisationen.
Das Cotedras
wurde gegründet, nachdem das Europäische
BürgerInnenforum seinen Bericht über die rassistischen
Ausschreitungen in El Ejido herausgebracht hatte und in Südfrankreich
auf Initiative des EBF mehrere
öffentliche Treffen zum Thema
Arbeitsmigration in der Landwirtschaft stattgefunden hatten.

Die
AktivistInnen gingen dabei von der These aus, dass die Zustände
in Almeria sehr vergleichbar sind mit
denen in Südfrankreich,
auch wenn zweitere weniger „spektakulär“ und in ihrer
Dimension kleiner sind. In
beiden Regionen bedarf es unbedingt des
Einsatzes von migrantischen Hilfskräften für die
landwirtschaftliche Produktion.
Betont wurde, dass das Cotedras zum
größten Teil von französischen Gruppen und
Initiativen und nicht von
MigrantInnen gegründet wurde. Erst
nach ein, zwei Jahren, nachdem öffentliche Treffen stattgefunden
hatten,
Artikel publiziert und Öffentlichkeitsarbeit betrieben
worden war, begannen die MigrantInnen die Arbeit des
Cotedras zu
registrieren, aus der Unsichtbarkeit herauszutreten und gegen ihre
ArbeitgeberInnen Klagen
einzureichen. Es gab tatsächlich viele
viele Fälle, die damit ans Tageslicht kamen, momentan sind es
mehr
als hundert Prozesse, die von MigrantInnen gegen ihre
ArbeitgeberInnen eingereicht wurden. Oft handelt es
sich um
Angelegenheiten, die 20 oder 30 ArbeiterInnen zusammen betreffen.
Die AktivistInnen betonten, dass in Frankreich im Gegensatz zu
Almeria trotz allem die Selbstogranisation
der MigrantInnen fehlen
würde. Geplant war, ArbeiterInnen (v.a. marokkanischer Herkunft)
aus Frankreich
für den Kongress nach Almeria einladen zu
können, aber es fehlte an den notwendigen Papieren und so
konnten sie nicht mitkommen.


Die
AktivistInnen kritisierten das System der ‘Herkunftsverträge’,
wie es beispielsweise mit den sog. OMI-Verträgen in Frankreich
existiert. Nick Bell: „Es findet hier eine systematische
‘Legalisierung’ der
Ausbeutung statt, man könnte sogar sagen,
eine ‘Legalisierung’ der Vorteile, die der/die ArbeitergeberIn
normalerweise nur bei der Anstellung von Papierlosen geniesst. Dieser
Status, der OMI-Status, exisitiert in
Frankreich seit 30 Jahren. Wir
haben bereits sehr viel Erfahrung, was Ausbeutung bei diesem Status
betrifft,
wie auch die Möglichkeiten, dagegen mit rechtlichen
Mitteln vorzugehen. Wir haben beim OMI-Status in
jedem Fall gesehen,
dass das Recht keinen Schutz vor Ausbeutung garantiert. Die
Unterkünfte der OMI-A
rbeiterInnen
in Frankreich sind beispielsweise nicht viel besser als die der
ArbeiterInnen hier.“

Erst
kürzlich hat das Cotedras einen sehr wichtigen Prozess lanciert,
bei dem es um die Aufenthaltserlaubnis
eines OMI-Arbeiters ging. Der
betreffende Arbeiter hat während 23 Jahren jedes Jahr 8 Monate
im gleichen
Betrieb in Frankreich gearbeitet. Das Unternehmen wurde
verkauft, er wurde entlassen. Der Arbeiter
rechnete nach, dass der
Unternehmer ihm 6000 unbezahlte Überstunden schuldig geblieben
war. Er hatte
niemals bezahlten Urlaub bekommen. Insgesamt wurde
kalkuliert, dass der Unternehmer ihm eine riesige
Summe zwischen
100.000 und 200.000 Euro schuldig geblieben war. Nun geschah
folgendes: Um einen
Prozess zu führen, muss mensch in
Frankreich sein. Der Arbeiter musste aber nach französischer
Gesetzgebung sofort nach Marokko zurückkehren, nachdem sein
Arbeitsverhältnis beendet war. Um das zu
vermeiden, wurde beim
Präfekten des Departements Bouches du Rhones eine „Erlaubnis
für einen
provisorischer Aufenthaltstitel“
beantragt, um
den Prozess führen zu können – abgelehnt. Ein zweites
Mal
abgeleht, ein drittes und ein viertes Mal abgelehnt. Danach
wurde ein Prozess eröffnet, und …. er wurde
gewonnen!
Folgende Argumentation wurde vom Richter akzeptiert: 8 Monate als
„OMI-Saisonier“ 60 – 70
Stunden pro Woche zu arbeiten wiegt
gleichviel wie die Arbeit einer Staatsbürgerin, die das ganze
Jahr
hindurch arbeitet. Also wurde es vom Gericht nicht als
Saisonarbeit eingestuft und der Arbeiter bekam Recht.

Der
Richter ordnete folglich dem Präfekten an, eine
Aufenthaltserlaubnis über 10 Jahre zu bewilligen.

Nick
Bell: „Wir müssen uns auf alle Fälle gegen diese
Herkunftsverträge zur Wehr setzen, die Saisonarbeit
über 9
Monate, 8 Monate oder 6 Monate festschreiben, da sie nicht dieselben
Rechte beinhalten wie eine fixe
Arbeit in Spanien oder sonstwo. Wenn
es sich rechtlich um Saisonarbeit handelt, steht der
Aufenthaltserlaubnis immer entgegen, dass der/die ArbeiterIn ja nur
auf Saison im Land ist. Deshalb halte ich es für
ausserordentlich wichtig, die Zusammenarbeit und Verbindung zwischen
der SOC
und dem Cotedras zu intensivieren, da wir so zusammen der
ausbeuterischen Logik dieser Verträge –
vielleicht sogar auf
europäischem Niveau – begegnen können. Ich bin der
Ansicht, dass diese Verträge die
moderne Sklaverei
legalisieren.“

In
diesem Sinn wäre es auch notwendig, den „Erntehelferstatus“
in Österreich einer derartigen Kritik zu
unterziehen und die
Praxis der landwirtschaftlichen Saisonarbeit im ostösterreichischen
Marchfeld und
anderen Gebieten industrieller Produktion zu
untersuchen.

6.
Demonstration zum 1. Mai in Roquetas del Mar

Am
1. Mai nahmen einige Mitglieder der internationalen Delegation an der
Demonstration zum 1. Mai teil.
Roquetas del Mar, der Ort der
Demonstrion, ist eine Kleinstadt inmitten des Plastikmeers, die wie
viele Orte
in der Provinz Almeria kaum soziale oder linke
Infrastruktur aufweist. Vielmehr gibt es hier riesige
Industrieanlagen für die Plastikproduktion, Lagerhäuser und
breite Strassen für die Zufahrt der LKWs,
ausserhalb der
Siedlungen kilometerweit die Gemüsetunnels. Entsprechend
eindrucksvoll war es, dass gerade
an solch einem Ort eine
migrantischen Demonstration stattfand, bei der im Laufe der Parade
Ansprachen in 7
verschiedenen Sprachen gehalten wurden: Spanisch,
französisch, englisch, arabisch, bambara, …., …….
Aufgerufen zur Demonstration hatte die SOC, die USTEA …..
Zur
Demonstration kamen ca. 300 Menschen, der Großteil von ihnen
maghrebinischer und subsaharischer
.


Eröffnung
des Gewerkschaftslokals in San Isidro (Níjar – Almería)
und Diskussionsveranstaltung 27.
und 28. April 2007

Die
industrielle Landwirtschaft in Andalusien: Ausbeutung der
ArbeiterInnen und Umweltzerstörung. Gibt es eine Alternative?

 

Programm


Donnerstag
26 April: Empfang der TeilnehmerInnen in Almería, am
Nachmittag Exkursion zu

Gewächshäusern
und „Chabola-Siedlungen“, den Wohnorten von ArbeiterInnen

 

Freitag
27. April: Besichtigungen, Eröffnung des Gerwerkschaftslokals
und Diskussion.

09.00.: Besichtigung von Gewächshäusern
von Biobetrieben in Níjar und anderen Orten.

12.00.:
Eröffnung des Gewerkschaftslokals der SOC in San Isidro, in
Anwesenheit von
BehördenvertreterInnen, VertreterInnen von
Gewerkschaften, Organisationen und Internationalen

UnterstützerInnen.
Die Feier findet im neuen Gewerkschaftslokal in der Travesía
Bojares s/n statt (beim
Parteilokal der PSOE) und beinhaltet eine
Einladung zum Essen.

– Diskussion über Landwirtschaft und Arbeitskräfte
mit migrantischem Hintergrund.
16.00
bis 18.00. Runder Tisch: Die Herkunftsverträge in der
industriellen Landwirtschaft. Wir sind um
die Teilnahme
französischer ForscherInnen, Bauern und Bäuerinnen aus
Almería, BehördenvertreterInnen
und
MigrationsexpertInnen bemüht.
18.00
bis 18.30. Pause und Aperitiv.
18.30
bis 20.30. Runder Tisch: Erfahrungen mit den Forderungen und Kämpfen
bezüglich der
Herkunftsverträge.
VertreterInnen der Anbaugebiete in Huelva, der SOC­Almería
und von CODETRAS
(Kollektiv zur Verteidigung von Ausländischen
LandarbeiterInnen) aus Südfrankreich.


Samstag
28. April: Diskussion, Versammlung und interkulturelles Fest.

Diskussion über Landwirtschaft und Umwelt.
10.00
bis 12.00. Runder Tisch: Auswirkungen der industriellen
Landwirtschaft Almerías auf die

Umwelt
und mögliche Alternativen. VertreterInnen von “Acuíferos
Vivos” und “Ecologistas en Acción” aus
Almería
sowie von der ProduzentInnen­ und KonsumentInnenvereinigung
BIOINDALO und von der
Vereinigung der Biologischen LandwirtInnen aus
Níjar.

12.00
bis 12.30. Pause und Aperitiv.

12.30
bis 14.00. Runder Tisch: GAP und Agrarreform in Europa und
Andalusien. VertreterInnen der Schweizer
Plattform für eine sozial dauerhafte Landwirtschaft; der
Confederation Paysanne aus Frankreich
und der SOC-Andalucía.

14.00.
Mittagessen.

16.00
bis 18.00. Bewertung der Kampagne für das Gerwerkschaftslokal in
Níjar. Netzwerk gegen

sklavereiähnliche
Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft.

18.00
bis 21.00. Versammlung mit Präsentation des Gewerkschaftslokals
für Gewerkschaftsmitglieder und
ArbeiterInnen mit migrantischem Hintergrund aus der comarca.
21.00.:
Interkulturelles Fest.

Sonntag
29. April:

1.Möglichkeit:
Transfer nach Orgiva in der Alpujarra (2 Stunden Richtung Málaga),
Besichtigung von Biohöfen
und Treffen mit VertreterInnen der BioproduzentInnenkooperative “Las
Torcas” und der Mesa del
Agua de la Alpujarra. Möglicher
runder Tisch: Lebensmittelsouveränität und
landwirtschaftliche
Alternativen in Europa, mit Teilnahme der
Schweizer Plattform, der Confederation Paysanne aus
Frankreich, der
europäischen Longo Maï Kooperativen, der SOC-Andalucía
und von lokalen Organisationen.
2.
Möglichkeit: Besichtigungen, Treffen oder Exkursionen in der
Gegend um Almería

Koordination:
Federico Pacheco y Spitou Mendy del SOC-Almería

Tel/Fax
950-170038 – Móvil: 690-651046 – socalmeria [at] yahoo [dot] es

SOC
Almería: c/Jorge Guillén, 1, bajo, 04007, Almería

Weiterführende
Internetseiten:

*
http://www.forumcivique.org

*
http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/plastikmeer_almeria.html

*
http://www.soc-andalucia.com

*
http://www.g8-landwirtschaft.net

TeilnehmerInnen
der Delegation

Frankreich:

Nic
Bell, EBF Frankreich

Beatrice
Mesini, Forscherin am CNRS, Marseille
Bernard
Roux, Forscher am Institut INRA, Paris
Nicolas
Duntze, Confederation Paysanne
Patrick
Herman, Landwirt

Schweiz:

Phillipe
Sauvin, L’autre syndicat
Albert
Widmer, EBF Schweiz

Österreich:

Lisa
Bolyos, Fotografin, Agronomin
Konrad
Berghuber, Agronom
Dieter
Behr, Agronom
Kathi
Hahn, EBF Österreich
Hannelore
Hellermann, Sozialarbeiterin, Gewerkschafterin AUGE
Irmi
Salzer, Bäuerin, Aktivistin ÖBV

Niederlande:

René
Lehnherr, EBF Niederlande

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